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Dr. Herbert Laszlo Gestern erreichte mich die traurige Nachricht, dass Dr. Herbert Laszlo, ein engagierter Glücksforscher aus Österreich, am Dienstag im Alter von 69 Jahren gestorben ist.

Herbert Laszlo war in der Glücksforschung sehr engagiert und hat in Wien das Institut für Europäische Glücksforschung aufgebaut. Letztes Jahr haben wir uns auf der Glückskonferenz in Darmstadt noch intensiv ausgetauscht. Herbert hielt einen Vortrag, in dem er leidenschaftlich für den Aufbau einer eigenständigen Glückswissenschaft plädierte.

Jetzt kann er selbst nicht mehr weiterwirken, aber seine Erkenntnisse und Werken werden weiter wirken und hoffentlich noch viele Menschen glücklich machen.

Glücklich tanzen

Über 14 Millionen mal angesehen, über 89.000 Bewertungen. Das ist rekordverdächtig. Glück kann so einfach sein:

Heute Abend schauen wieder Millionen zu, ob das Glück nicht wenigstens einmal ihnen hold ist. Wenn die Lottofee die Gewinnzahlen vorliest, träumen wieder Hunderttausende von einem sorgenfreien Leben und finanzieller Freiheit.

Bevor Sie weiterträumen, sollten Sie vielleicht einmal das Buch von Petra und Hans-Joachim Bubert lesen: “Mit dem Geld kamen die Tränen. 8 Millionen im Lotto und kein bisschen Glück“. Der Westen schreibt von einem “8-Millionen-Albtraum nach dem Lotto-Glück“:

Mit dem Geld kamen die TränenEin Buch über Neid, Hass, Leichtsinn erzählt die Geschichte eines Ehepaares mit Schulden und einem Lotto-Gewinn von 1994. Acht Millionen Deutsche Mark hatten sie gewonnen. Petra und Hans-Joachim Bubert haben ihre Erfahrungen niedergeschrieben, denn sie gewannen die Einsicht: Reich sein heißt nicht glücklich sein.

[...]

Mit dem Geldsegen kommen die Probleme. Verwandte, Freunde, Unbekannte - alle möchten ein Stück ab haben vom Lottogewinn. „Wenn ich alle Wünsche hätte erfüllen wollen, die mal freundlich, mal bittend, mal bettelnd und verdammt oft knallhart vorgebracht wurden, dann hätten wir sicher 50 Millionen gebraucht”, schreibt Petra Bubert. Es waren „nur” acht Millionen, dennoch verteilt das Ehepaar den Gewinn mit leichtsinniger Großzügigkeit. „Schon nach einem Tag waren zwei Millionen Mark weg, verschenkt an unsere Familien”, erinnert sich Petra Bubert.

[...]

Viel besser wäre ja für Sie, wenn Sie mein Buch lesen würden :wink: Aber vielleicht brauchen Sie ja erst mal den Lotto-Schock, um zu erkennen, dass Geld nicht glücklich macht. Das hätte dann noch den Vorteil, dass die Buberts ein paar Cent Autorenhonorar bekommen. Zum Abtragen der 300.000 Euro Schulden.

Vortrag: Glück kennt keine Grenzen

Am Donnerstag, den 11. Juni 2009, halte ich im Auftrag des »Koninkrijk der Nederlanden« - hier des Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg einen Vortrag. Thema: »Glück kennt keine Grenzen«. Ich freue mich schon auf den Hafen-Klub.

Leerbeauftragte Annegret Braun

Dr. Annegret Braun ist an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München Lehrbeauftragte am Institut für Völkerkunde / Europäische Ethnologie. Für die Süddeutsche hat Annegret Braun kürzlich ein Interview gegeben: »Die Suche nach Glück kann unglücklich machen«. Wenn ich mir das Interview so ansehe, scheint mir Frau Braun keine Lehrbeauftragte zu sein, sondern eher eine Leerbeauftragte. Zumindest, was ihre Kompetenz für das Thema Glück angeht. Begründung:

Fangen wir mit dem Fazit an: den Titel »Die Suche nach dem Glück kann unglücklich machen« hat Frau Braun wahrscheinlich nicht vorgegeben, aber durch ihre Aussagen bei der Interviewerin zumindest - sagen wir - provoziert. Und das halte ich für fatal: Wie kann man nur als jemand, der “ein Forschungsprojekt zum Thema Glückserleben und Lebensglück beantragt” hat, diesen Gesamteindruck erwecken?

In den Details wird es noch schlimmer: Weiterlesen »

Die Deutschen entdecken das Glück

»Gibt die Wirtschaftskrise den Menschen die Chance, darüber nachzudenken, was wirklich wichtig im Leben ist? Das ist zumindest der Anschein, wenn man sich die Titel der beiden großen Nachrichtenmagazine der kommenden Woche ansieht. In seltener Eintracht beschäftigen sich sowohl DER SPIEGEL als auch das FOCUS Magazin mit dem Thema Glück:

DER SPIEGEL Heft 23/2009FOCUS Magazin Nr. 23/2009

Der Spiegel betrachtet »Was Glück ist - Eine Kulturgeschichte des schönsten Gefühls der Welt«.

Und der Focus beleuchtet »Glück, selbst gemacht. Hammer, Harke, Kochlöffel – die Deutschen entdecken den Spaß, ihr Leben in die Hand zu nehmen«.

Vielleicht kommt ja einigen über Pfingsten die Erleuchtung.

Lachen ist ansteckend

»Bodhisattva in metro« ist ein kleiner, feiner Film, der zeigt, was ein lustiger Mensch morgens in der tristen U-Bahn auslösen kann:

Übrigens: Ein Bodhisattva ist im Buddhismus ein Wesen, welcher nach höchster Erkenntnis strebt, um sie zum Wohl aller lebenden Wesen einzusetzen.

21. Heidelberger Symposium: Glück für Alle!

Vom 7.5. bis 9.5.2009 findet in Heidelberg das 21. Symposium des Heidelberg Club für Wirtschaft und Kultur e.V., diesmal unter dem Motto “Glück für Alle!” statt.

Besonderheit der Symposiums ist, dass es von Studenten organisiert wird. Die vorherigen Symposien waren hochkarätig besetzt und sehr erfolgreich. So wird es wahrscheinlich auch in diesem Jahr wieder sein. Die Themen und die Referenten versprechen auf jeden Fall Gutes.

Die Teilnehmergebühr ist traumhaft günstig: 25 Euro inkl. Verpflegung an drei Tagen! Für Studenten kostet es nur 10 Euro.

Ich werde auf jeden Fall da sein, leider nur am ersten Tag. Dann geht es weiter zum Kongress der Akademie Heiligenfeld nach Bad Kissigen, wo ich am Samstag einen Workshop “Glück - ganzheitlich betrachtet” halte.

TV-Tipp: Glücksdesigner

Am Montag, 4.5.2009 gibt es um 9:15 bei 3Sat eine Sendung über die Zukunft des Bewusstseins: Z wie Zukunft: Glücksdesigner. Dazu die Programm-Ankündigung:

Der Bedarf an pharmazeutischen Produkten steigt. Längst gibt es Doping nicht nur im Hochleistungssport. Aufputschende Präparate für die Steigerung der Arbeitskraft und des Wohlbefindens gibt es inzwischen auch im Alltag, und es wird sie in Zukunft noch in einem viel größeren Umfang geben. Denn Genforschung und Neurowissenschaften werden dazu beitragen, dass neue Produkte auf den Markt kommen, die das Bewusstsein und die Identität der Menschen verändern können. Dabei geht es vor allem um die Optimierung des Menschen - sowohl seiner Leistung als auch seiner Zufriedenheit. Wird der Mensch der Zukunft sein Glück selbst gestalten? Doch wer seine Gemütszustände schnell und einfach mit Pillen zu manipulieren versucht, riskiert, dass der Stress und die Belastungen noch größer werden.

Die Dokumentation “Glücksdesigner. Die Zukunft unseres Bewusstseins” von WilliSetzer aus der Reihe “Z wie Zukunft” fragt, ob die westlichen Gesellschaften, die immer mehr auf Eigenverantwortung und Eigenvermarktung setzen, diesem Trend noch etwas entgegensetzen können.

Glück: die wahre Währung

Glück: die wahre Währung

»Ich wünschte, ich hätte mehr gearbeitet.« Können Sie sich vorstellen, dass dies die Antwort eines alten Menschen auf die Frage ist, was er in seinem Leben vermisst hat? Ich kann mir diese Antwort kaum vorstellen. Ich habe ein paar alte Menschen diese Frage gestellt. Die Antworten sahen in etwa so aus:

Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mehr verrückte Sachen auszuprobieren.

Ich habe mir zu wenig Zeit genommen, zu reisen.

Vor lauter Arbeit habe ich kaum mitbekommen, wie schnell meine Kinder groß geworden sind. Da hätte ich mir mehr Zeit nehmen sollen.

Das Anschaffen von Besitz hat mehr Zeit in Anspruch genommen, als es die Sache wert war.

Als Student bin ich mit ganz wenig Gepäck und sehr wenig Geld gereist. Später habe ich das leider nicht mehr getan.

Warum erkennen wir erst am Ende des Lebens, was eigentlich gut für uns ist? Warum ist uns das Geld und das Anhäufen von Besitz so wichtig? Warum überschätzen wir das Geld enorm als Währung des Lebens?

Ich habe dafür eine These: Weil wir uns über die eigentliche Währung des Lebens nicht im klaren sind. Niemand hat uns bisher darüber aufgeklärt, dass die wahre Währung des Lebens das Glück ist.

Meine große Hoffnung ist, dass jetzt in der Finanzkrise, die eigentlich eine Vertrauenskrise ist, zumindest einigen Menschen klar wird, dass wir radikal umdenken müssen. Das Bruttosozialprodukt hilft uns nicht weiter, wir brauchen einen neuen Maßstab, um unsere Politik und auch unsere persönlichen Ziele neu auszurichten. Die einseitige Fixierung auf das Geld ist ein Irrtum. Das spüren gerade Millionen Menschen ganz empfindlich. Wir brauchen eine neue Ausrichtung. Die Erkenntnisse der Glücksforschung zeigen uns den Weg.

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