Mit dem Geld kamen die Tränen - der Irrtum Lottogewinn
Samstag, 20. Jun 2009 16:13 von Wolff Horbach
Heute Abend schauen wieder Millionen zu, ob das Glück nicht wenigstens einmal ihnen hold ist. Wenn die Lottofee die Gewinnzahlen vorliest, träumen wieder Hunderttausende von einem sorgenfreien Leben und finanzieller Freiheit.
Bevor Sie weiterträumen, sollten Sie vielleicht einmal das Buch von Petra und Hans-Joachim Bubert lesen: “Mit dem Geld kamen die Tränen. 8 Millionen im Lotto und kein bisschen Glück“. Der Westen schreibt von einem “8-Millionen-Albtraum nach dem Lotto-Glück“:
Ein Buch über Neid, Hass, Leichtsinn erzählt die Geschichte eines Ehepaares mit Schulden und einem Lotto-Gewinn von 1994. Acht Millionen Deutsche Mark hatten sie gewonnen. Petra und Hans-Joachim Bubert haben ihre Erfahrungen niedergeschrieben, denn sie gewannen die Einsicht: Reich sein heißt nicht glücklich sein.
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Mit dem Geldsegen kommen die Probleme. Verwandte, Freunde, Unbekannte - alle möchten ein Stück ab haben vom Lottogewinn. „Wenn ich alle Wünsche hätte erfüllen wollen, die mal freundlich, mal bittend, mal bettelnd und verdammt oft knallhart vorgebracht wurden, dann hätten wir sicher 50 Millionen gebraucht”, schreibt Petra Bubert. Es waren „nur” acht Millionen, dennoch verteilt das Ehepaar den Gewinn mit leichtsinniger Großzügigkeit. „Schon nach einem Tag waren zwei Millionen Mark weg, verschenkt an unsere Familien”, erinnert sich Petra Bubert.
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Viel besser wäre ja für Sie, wenn Sie mein Buch lesen würden
Aber vielleicht brauchen Sie ja erst mal den Lotto-Schock, um zu erkennen, dass Geld nicht glücklich macht. Das hätte dann noch den Vorteil, dass die Buberts ein paar Cent Autorenhonorar bekommen. Zum Abtragen der 300.000 Euro Schulden.
Ein Buch über Neid, Hass, Leichtsinn erzählt die Geschichte eines Ehepaares mit Schulden und einem Lotto-Gewinn von 1994. Acht Millionen Deutsche Mark hatten sie gewonnen. Petra und Hans-Joachim Bubert haben ihre Erfahrungen niedergeschrieben, denn sie gewannen die Einsicht: Reich sein heißt nicht glücklich sein.


Mir fiel dazu gerade ein Zitat von Johnny Depp ein, das ich vor kurzem las: “Mit Geld kann man sich Glück nicht kaufen. Aber man kann sich damit eine riesige Jacht leisten, mit der man ins Glück segeln kann.”
Mit anderen Worten, man ist seines Glückes Schmied, ob mit oder ohne Geld, aber wenn man Geld hat, kann man sich einiges leisten, um Glück zu mehren.
Ich persönlich wüßte genau, wie ich meine gewonnene Million einsetzen würde, und zwar so sinnvoll und bedacht wie möglich. Wenn jemand das Geld unbedacht aus dem Fenster wirft, damit protzt oder sonst einen Unsinn treibt, ist das dumm, aber daraus leitet sich nicht automatisch ab, dass jeder Lotto-Gewinner, den Weg der materiellen und seelischen Pleite geht. Nicht der Gewinn selbst ist das Problem, sondern wie man damit umgeht.
@ Naike:
Zu Johnny Depp würde ich sagen: “Ich kann auch mit einer kleinen Jolle ins Glück segeln, dazu bedarf es keiner riesigen Yacht.” Sicherlich kann es mit der Yacht mehr Spaß machen, vorausgesetzt man hat die notwendigen Kenntnisse.
Es ist also keine Frage des Geldes, ob man glücklich ist. Um bei der Segel-Metapher zu bleiben: Ich kann mit der Nussschale beginnen, das Wasser und den Wind zu lieben. Ich kann mit einer Jolle alle Segelmanöver üben, bis ich sie perfekt beherrsche. Ich kann in all dieser Zeit Flow erleben. Wenn ich dann durch Fleiß oder meinetwegen auch durch einen Lottogewinn zur Yacht komme, dann kann ich auch die genießen.
Ganz klar: Glück ist eine Folge aktiven Handelns. Geld spielt dabei nur eine geringe Rolle.
Natürlich führt nicht jeder Lottogewinn ins Verderben. Es gibt bestimmt Leute, die damit sehr sinnvoll und sogar wohltätig umgehen würden (ich würde eine Stiftung “Glück” gründen). Ich möchte nur etwas davor warnen, dass mit dem Lottogewinn alle Probleme beseitigt sind. Für die meisten fangen sie dann erst an.
Guten Tag!
Ich selbst hatte im jahre 2005 in der Mittwochslottoziehung , 6 Richtige ohne Superzahl. Der Gewinnbetrag war 1014000 Euro. Ich habe keinem ausser meiner Mutter und meinem Vater vom Gewinn erzählt. Als von der Westlotto Münster der Glückwunschsbrief kam habe ich denn Brief meinen Eltern gezeigt und da wusten sie ich war millionär. Der Geschäftsleiter meiner Bank wo ich Kunde bin wurde nach dem Geldeingang auf meinem Konto direkt aufmerksam und hat mir gratuliert und mir denn Betrag nochmal im Zimmer der bank gesagt. ich bekam Gänsehaut. Ich dachte mir endlich bin ich kein normalo mehr ich bin eine person die jetzt wenn ich in die bank komme direkt begrüsst werde. ich habe 1000000 Euro direkt aufs sparbuch gelegt und lebe von denn Zinsen. Für denn rest der 14000 Euro habe ich mir einen Kleinwagen gekauft. ich lebe immer noch in einer normalen singlewohnung und bin bescheiden. das gefühl abgesichert zu sein ist ein gefühl das man nicht beschreiben kann. Glück bedeutet mit klugem Kopf sein Glückssegen behandeln und sich nicht durch die summe verrückt machen lassen und ausser kontrolle geraten und sich rolex,mercedes luxusklasse , Lüxusgüter kaufen die man eh nicht in seinem vorherigen leben gebraucht hat.
Mfg
@ Mario Peric:
Herzlichen Glückwunsch zu dem Lottogewinn! Offensichtlich ist es Ihnen gelungen, mit dem Geld sehr viel vernünftiger umzugehen, als die Buberts.
Aber: Haben Sie schon mal überlegt, dass sie mit dem Horten des Geldes keine Entwicklung machen. Es ist sicherlich vernünftiger das Geld zu sparen, als es für unsinnige Dinge auszugeben. Aber Geld an sich hat keinen Wert. Geld macht nur Sinn, wenn es Dinge ermöglicht.
Wie wäre es mit einer persönlichen Weiterentwicklung? Einem besonderen Lehrer? Haben Sie ein Talent, eine Fähigkeit, die sie ausbauen möchten? Dann würde das gewonnene Geld wirklich Sinn machen.
Für mich geht aus dem Text von Mario nicht hervor, daß er sein Geld um des Hortens Willen hortet, sondern daß er es einsetzt, wenn ihm danach ist. Und was er nicht für sich braucht, läßt er eben liegen, ist doch optimal, würde ich genauso tun.
Was Sinn im Leben macht, muß jeder für sich selbst entscheiden, das kann persönliche Weiterentwicklung sein, muß aber nicht. Sogar Schwelgen in Luxus kann ein Sinn sein, niemand sollte die Lebensweise eines anderen beurteilen und seine eigenen Wertmaßstäbe anlegen.
In bin auch weiterhin überzeugt, daß materieller Wohlstand zum Glück beitragen kann, wenn man sich echte Herzenswünsche erfüllt, die bereits angesprochene Bedachtsamkeit im Umgang damit anwendet. Balance ist wie immer das Zauberwort!
LG, Naike
Ganz ehrlich, wie kann man nur anderen von einem Lottogewinn erzählen?
[...] die genügend Geld haben, wissen, dass dieser Traum eine Illusion ist. Spiegel Online berichtete kürzlich über den 47-jährigen Österreicher Karl Rabeder, der [...]