Lachen ist ansteckend
Donnerstag, 21. Mai 2009 7:18 von Wolff Horbach
»Bodhisattva in metro« ist ein kleiner, feiner Film, der zeigt, was ein lustiger Mensch morgens in der tristen U-Bahn auslösen kann:
Übrigens: Ein Bodhisattva ist im Buddhismus ein Wesen, welcher nach höchster Erkenntnis strebt, um sie zum Wohl aller lebenden Wesen einzusetzen.


Andererseits gilt gerade im Buddhismus das Streben nach Glück als besonders leid bringend, eine unwillkommene “Anhaftung”, die automatisch Leiden schafft:
“Die meiste Zeit unseres Lebens werden wir von einem bestimmten oder auch unbestimmten Verlangen nach diesem oder jenem geplagt, nur um das kurze, vergängliche Glück des Augenblicks zu erhaschen. Wir neigen dazu, Glück mit Vergnügen zu verwechseln, ohne zu erkennen, dass Vergnügen nur eine Illusion, ein Schatten des Glücks ist. In diesem Wahn verbringen die meisten von uns ihr ganzes Leben, ständig auf der Suche nach neuen Vergnügungen. Doch alles ist vergänglich und kann uns kein andauerndes, wahres Glück bescheren. Demzufolge kann wahres Glück nur im „Unvergänglichen“ gefunden werden, nur in dem, was unabhängig ist von Raum und Zeit. ” [...] “Da alles, was wir erreichen, uns somit keine endgültige Befriedigung geben kann, bleiben wir innerlich unzufrieden und setzen unsere Ziele immer höher. Doch jeder Versuch, einen Zustand dauerhafter Zufriedenheit auf den unbeständigen und bedeutungslosen Freuden dieser Welt aufzubauen, muss letztlich in Enttäuschung enden.” (siehe Zensho W. Kopp) ?!
Mir persönlich gefällt dieses “Glücks-Blog” sehr, sehr gut. Das ist keine Frage!
@ badcox:
Danke für das Zitat von Zensho W. Kopp, den ich sehr schätze. Er hat sicherlich Recht. Aber Vorsicht:
Der Buddhismus sieht nicht das Streben nach Glück als leid bringend, als “Anhaftung” an, sondern das Streben nach Glück, welches nicht von innen kommt. Anhaftung ist das abhängig machen von Geld, Besitz, Dingen. Leid bringt die Jagd danach.
Aber das wahre Glück, die innere Haltung, ist im Buddhismus hoch angesehen. Zahlreiche Meditationstechniken helfen dabei, Anhaftungen und negative Gefühlszustände zu überwinden. Echte Buddhisten sind Meister des Glücks.
Aber man muss nicht erst ein Buddhist werden und jahrelang auf dem Kissen meditieren, um ein glücklicher Mensch zu werden. Die Erkenntnisse der Glücksforschung weisen uns den Weg. Dabei ist auch sehr viel vom dem dabei, was die Buddhisten in ihrem Schatzkästlein haben.