Alles was (kein) Glück bringt
Mittwoch, 12. Nov 2008 11:25 von Wolff Horbach
Am Samstagmorgen, 15. Nov. 2008, gibt es um 7:45 in 3sat eine Sendung mit dem Titel »Alles was Glück bringt«:
Der Wunsch, das Glück erzwingen zu können, hat eine Vielzahl unterschiedlicher Amulette und Talismane hervorgebracht. Ob Pentagramm, Keltenkreuz oder Yin-Yang-Zeichen: Alle sollen dem Träger Gutes bringen. Esoterikläden bieten ein Sammelsurium jener obskuren Objekte an, die auch in Volks- und Völkerkundemuseen Vitrinen füllen. Auch das Internet ist ein riesiger Marktplatz für Amulette aller Art, und in Chatrooms tauschen sich Menschen darüber aus, was geholfen hat. Auch weniger esoterisch angehauchte Zeitgenossen verschenken zu Neujahr gern Glücksbringer wie vierblättrige Kleeblätter, kleine Schornsteinfeger und rosa Schweinchen.
In der Dokumentation über die Welt des Aberglaubens kommen der Linzer Kulturphilosoph Robert Pfaller und der ehemalige Leiter des Volkskundemuseums in Wien, Franz Grieshofer, zu Wort. Gezeigt werden außerdem eine Autoweihe im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell und die Anfertigung eines Talismans, wie er bei Voodoo-Ritualen in Westafrika eingesetzt wird, um mit Geistern der Ahnen in Kontakt zu treten.
An dem ganzen Firlefanz der angeblichen Glückbringer verdienen nur die obskuren Geschäftemacher. Wer glaubt, das Tragen eines Amuletts oder eines Talismans alleine bringe schon Glück, ist gewaltig auf dem Holzweg.
Wer ein Symbol bei sich führt, dass ihn oft daran erinnert, dass er/sie das Glück immer in sich trägt, ist auf dem richtigen Weg. Auch dieses Symbol braucht man nach einiger Zeit nicht mehr. Wer einmal verstanden hat, dass er/sie selbst die Quelle des Glücks ist, ist befreit von dem ganzen Firlefanz und Tand. Das spart dann nebenbei noch eine Menge Geld und Zeit.


Alles was keine Miete zahlt, das muss raus, und genauso ist es beim Glück, was das Glück zurückhält muss weg.
@ Alex:
Von mir aus können die Menschen kaufen und tragen was sie wollen. Ich bin mir allerdings äußerst sicher, dass diese Amulette und Talismane nicht nur nicht helfen, sondern sehr hinderlich sind.
Dieser Tand hindert daran, zu erkennen, was wirklich zum persönlichen Glück beiträgt: die Erkenntnis, dass Glück nicht von äußeren Dingen kommt, sondern aus unserer Haltung. Dass das Warten auf Wunder verschwendete Zeit ist, sondern das eigene aktive Handeln uns weiterführt.
Das ist das Schöne am Aberglauben!