Leserreaktion: … Fernsehfrei war toll!
Samstag, 13. Sep 2008 11:18 von Wolff Horbach
Heute erreichte mich in aller Herrgottsfrühe eine E-Mail von Anja K. aus Neuss:
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Ihr rotes Buch “sprang” mich in meiner Lieblingsbuchhandlung an. “77 Wege zum Glück” machte mich neugierig. Da konnte ich nicht widerstehen.
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Als erstes habe ich den großen Glückstest gemacht. Die Ergebnisse waren so lala. Ein bisschen geschockt hat mich, dass ich bei “Negatives überwinden” nur 7 Punkte hatte. Ich bin dann mal gleich in diesen Bereich gegangen. Das “Fernsehfrei” fand ich erst komisch. Aber gestern Abend habe ich das gleich mal probiert. Normalerweise gucke ich Freitagsabends immer fern. Aber gestern Morgen habe ich mir gedacht, das probiere ich jetzt mal aus. Ich habe mich mit einer Freundin verabredet. Der Kasten ist gestern total ausgeblieben! Das war schon lange nicht mehr der Fall. Der Abend mit meiner Freundin war total toll. Ich bin beschwingt nach Hause gekommen. Und ich konnte auch der Versuchung widerstehen, noch mal den Fernseher einzuschalten. Statt dessen habe ich mit dem Glückstagebuch begonnen. Sie können ja mal raten, was der erste Punkt war.
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Ich bin glücklich eingeschlafen und heute Morgen bestens gelaunt aus dem Bett gesprungen. Das wollte ich Ihnen mal direkt mitteilen.
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Lieber Wolff,
höchstwahrscheinlich handelt es sich hier auch um meine Lieblingsbuchhandlung.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und ganz viele positive Zuschriften der Leser Deines Glücksbuches.
Liebe Grüße
Dori
Liebe Dori,
stimmt, du wohnst ja auch in der Nähe. Vielleicht gibt es ja demnächst in Neuss einen Kreis von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, wie auf Seite 21 des Buches beschrieben (siehe auch Probekapitel):
Lieber Wolff,
ich habe Dein Buch inzwischen zu Hause, und es ist eine absolute Bereicherung. Egal, welche Seite oder welches Kapitel man aufschlägt, es passt.
Viele liebe Grüße
Dori
Samstag, 15. Mai 2010, Zum Brief von Anja K. aus Neuss
Leseraktion: Fernsehfrei war toll.
Sehr geehrter Herr Horbach,
mit Interesse las ich heute noch einmal den Brief von Anja K. aus Neuss zum o.g. Thema, wenn er auch schon etwas her ist.
Ich bin seit Jahren hobbymäßige Fernsehkritikerin und schreibe ab und zu Kritiken an Fernsehzeitschriften, wo dann ab und zu auch etwas von mir abgedruckt wird. (Zeitschrift HÖRZU)
Prinzipiell bin ich im TV gegen jegliche Art von Gewaltdarstellungen, und Nachrichtensendungen mit extrem negativem Inhalt. Ferner bin ich gegen diverse Sendungen in den Privatsendern (RTL,SAT 1,PRO7, etc.), die ohnehin mit primitiver und nervender Werbung nur so durchsetzt und “verseucht” sind.
Ich kaufe mir jede Woche eine sehr gute Programmzeitschrift, die ich aufmerksam durchblättere und mir mit Leuchtstift alle Sendungen anstreiche, die ich gerne sehen möchte, meistens Quizsendungen, gute Dokumentarberichte, ab und zu einen interessanten Spielfilm in der ARD oder dem ZDF. Alles andere meide ich so gut es geht. Ich freue mich immer sehr, wenn ich eine Kritik mit meinem Namen in der Zeitung finde (HÖRZU), in der letzten Zeit allerdings eher selten.
Ich wäre sogar dafür, in der BRD einen “Klub der Fernsehkritiker” zu gründen, der sich gezielt mit dem Medium “Fernsehen” befasst.
Vielleicht kann man ja an der allgemeinen Berichterstattung, insbesondere reißerische Nachrichten in den Privatsendern, nicht viel ändern, aber man kann den Verantwortlichen in diesen Reihen zumindest seinen persönlichen Standpunkt klarmachen: Das heißt für mich:
Weniger Krimis/Gewalt, weniger Werbung, weniger primitive und problemüberladene Doku-Soaps, weniger Deutschland-Superstar, weniger Dschungelcamp (weg damit!), usw.
Denn all das ist für mich die allergrößte Volksverdummung.
Dafür bitte mehr gute Quizsendungen, z.B. WWM,G.Jauch, ARD-Pilawa-Quiz und wirklich sehr viel mehr gute und lehrreiche Dokumentarberichte (über Geografie, Medizin, Schauspieler, Musik-Stars, etc.), wo es sich auch lohnt, diese auf Video aufzunehmen, damit man es sich ggf. noch einmal in Ruhe ansehen kann.
Übrigens, nächste Woche kommt “Wetten, dass …?” aus Mallorca. Da wird die nächste Kritik von mir bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.
Also, in diesem Sinne.
Freundliche Grüße von Bettina Grützner
Mo., 17. Mai 2010, Bettina Grützner, Meine Fernsehkritik für So., Betrifft: Stoßseufzer zum Himmel
Sehr geehrte Damen und Herren, (an HÖRZU)
es gibt Sonntagnachmittage, da möchte man sich nur noch vom Sofa werfen und bitterlich weinen, dass es Gott erbarme:
Herr, zerschmettere die TV-Programmdirektionen, denn sie spotten meiner mit Langeweile:
“Der Fischer vom Heiligensee”, Heimatfilm von 1955,
“Tatort/Der Fluch der Mumie”, 2009. Herr, bitte vergib der ARD.
“Kindermädchen für Papa gesucht”, Heimatfilm/Komödie von 1957.
Herr vergibt auch dem ZDF.
Dazu die ewigen vollkommen anspruchslosen Inga Lindström-Filme ab 20.15 Uhr im ZDF. Das darf doch alles nicht wahr sein.
Nun will man aber vielleicht keine klassische Musik hören oder auch kein noch so verdammt gutes Buch lesen, sondern man will fernsehen, Herr, einfach nur gepflegt fernsehen. Ein Stündchen nach der Tagesschau. Es dürfte auch spannend sein. Man würde auch lachen wollen. Mehr verlangen wir doch gar nicht. Einen höheren Anspruch an das Fernsehen stellen wir doch schon lange nicht mehr.
Aber bitte Herr, verschone uns, um Gottes Willen, auch vor den ewigen US-Krimiserien, nervenden Action-Thrillern und sogenannten Doku-Soaps (Perfektes Promi-Dinner).
Ich will auch immer ganz brav und pünktlich meine Gebühren zahlen. Das verspreche ich hiermit hoch und heilig.
Mit freundlichen Grüßen, Bettina Grützner
Liebe Frau Grützner,
ich würde mich an Ihrer Stelle nicht über das schlechte Fernsehprogramm ärgern, sondern einfach die Kiste auslassen. Machen Sie statt dessen Ihr eigenes Programm: genießen Sie den Frühling (Waren Sie schon mal im Forstbotanischen Garten in Köln? Mein Tipp: Rhododendron-Schlucht!). Auch macht es m.E. mehr Spaß, eigene Geschichten zu schreiben, als andere Stücke zu kritisieren.
Ein Freund von mir schreibt z.B. jeden Tag Aphorismen. Das sind vielleicht nur zwei Zeilen. Aber er hat daran einen Heidenspaß. Nun sind daraus schon zwei Bücher geworden.
Vielleicht wäre das etwas für Sie: DAS EIGENE PROGRAMM!