Der Meditation auf der Spur
Montag, 29. Sep 2008 10:41 von Wolff Horbach

Meditation ist eine uralte Tradition in verschiedenen Kulturen und Religionen. Ich selbst habe meine ersten Meditationserfahrungen vor ca. 30 Jahren gemacht. Aber erst seit ca. 10 Jahren meditiere ich regelmäßiger. Menschen, die ich in den letzten Jahren nach ihren persönlichen Erfahrungen befragt habe, berichten ausnahmslos von positiven Wirkungen.
Persönliche, subjektive Erfahrungen gibt es also zuhauf. Seit ein paar Jahren entdeckt man die Wirkungsweisen der Meditation zunehmend auch objektiv. Seitdem Gehirnforscher meditierende Mönche in Computertomographen stecken und ihnen durch bildgebende Verfahren beim Meditieren ins quasi ins Gehirn sehen, wird es spannend.
Das Netzmagazin Telepolis schreibt aktuell darüber, wie die Neurowissenschaft langsam beginnt zu verstehen, wie Meditation das Gehirn verändert und die Aufmerksamkeit schärft: Gib dem Affen Zucker. Ein paar kurze Ausschnitte aus dem Artikel:
Meditation ist die Bezeichnung für eine ganze Familie von Trainingsmethoden, die dem Gewahr werden innere Zustände dienen sollen. Das Wort der “Entspannungstechnik” trifft den Punkt nicht immer, denn auch die volle Fokussierung kann Meditation sein. Und das Ziel dieser Übung ist nicht grundsätzlich das Nirvana, sondern kann durchaus bescheidener und an einer ausgeglichenen Lebenseinstellung oder emotionalen Balance ausgerichtet sein. Grundlegend für alle diese Techniken ist die Kontaktaufnahme mit dem subjektiven Bild der äußeren Welt.
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Die alten Meditationstexte aus dem Zen- und tibetanischen Buddhismus deuten ebenso wie die neuen Konzepte der Neurowissenschaftler darauf hin, dass es einer bestimmten Fähigkeit bedarf, um die Aufmerksamkeit auf einen beabsichtigten Objekt zu halten, nämlich Übung darin, den abschweifenden Geist immer wieder zum Objekt der Betrachtung zurück zu holen. So einfach es klingt, kaum ein untrainierter Mensch ist in der Lage sich eine rote Rose vor seinem geistigen Auge vorzustellen und diese Vorstellung über einen längeren Zeitraum zu halten. Das ist ein Aspekt der Meditation. In den meisten Schulen wird zunächst mit dem Atem gearbeitet, weil dessen automatisches Kommen und Gehen sich gut als Anker der Aufmerksamkeit eignet. Es gilt den Geist sanft wieder zum Objekt zurück zu führen. Oder aber genau so beobachten, welche Eindrücke sich statt dessen in den Fokus des Bewusstseins schieben – und auch diese immer wieder los zu lassen. Ein amüsanter Freizeitspaß, könnte man denken. Aber die positiven Wirkungen auf den menschlichen Gesamtorganismus zeigen sich mehr und mehr.
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Ein sehr interessanter Artikel. Keine ganz leichte Kost, aber sicher lohnend für denjenigen, der sich eine Übersicht über den aktuellen Stand der Meditationsforschung verschaffen will.
Welche Erfahrungen haben Sie mit Meditation?


Ich meditiere (leider nicht regelmäßig), aber ich habe mich auch unterweisen lassen. Es ist ein Lernprozess, der aber sehr fruchtbar ist. Meditation kann ich ohne Einschränkung empfehlen.