Placeboeffekt: Der gesunde Schein
Donnerstag, 3. Jul 2008 22:41 von Wolff Horbach
Placebos sind Scheinmedikamente, die keine pharmokologische Wirkung haben, aber dennoch erstaunliche Wirkungen zeigen. Das Onlinemagazin Telepolis berichtet in einer dreiteiligen Serien darüber:
Zukünftig muss berücksichtigt werden, dass der Kontext, in dem ein Medikament vergeben oder eine Methode angewandt wird, bei der (Aus-) Wirkung eine entscheidende Rolle spielen kann. Damit ist die Rolle des Arztes angesprochen, aber auch die individuelle Verfasstheit des Patienten, die aufgrund seiner Lebens- und oft auch Leidensgeschichte höchst unterschiedlich ist. Heilung besteht aus mindestens drei Faktoren: Da ist zum einen die Wirkung des Medikaments, der Operation oder einer anderen Interventionen, die biochemische Prozesse anschiebt oder krankhafte Veränderungen im Körper eliminiert. Zum anderen wirken die Selbstheilungskräfte des Subjekts, das einfach gesagt und im Normalfall gesund weiter leben will. Und da ist die wichtige Interaktion zwischen Patient und Arzt im therapeutischen Umfeld. Diese auch “Bedeutungserteilung” genannte Interaktion, so kristallisiert sich immer mehr heraus, ist ein entscheidender Faktor.
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Siehe auch:
- Teil 1: Placeboeffekt: Heilung durch Anwesenheit
- Teil 3: Placeboeffekt: Erklärungsansätze

