Gabriele Pauli hat’s kapiert: Aufgabe der Politik ist es, Menschen glücklich zu machen
Donnerstag, 10. Jul 2008 19:42 von Wolff Horbach
Gestern habe ich mich hier noch mit Michael Lalk darüber ausgetauscht, dass es Aufgabe der Politik ist, die Menschen glücklich zu machen. Und heute geschehen Zeichen und Wunder: Mit einem Paukenschlag ist Gabriele Pauli wieder da. Sie tritt bei der Landtagswahl in Bayern mit dem Anspruch an, “die Menschen glücklich zu machen”.
Dazu Spiegel-Online in dem Artikel “Polit-Comeback: Pauli beglückt die Freien Wähler“:
Es gehe nicht vorrangig um Prozente und Posten, “sicher und saturiert zu sein”, das spiele keine Rolle. “Es geht mir darum, dass ich sehe, dass viele Menschen nicht glücklich leben”, sagt Pauli. Sie habe früher versucht, Beckstein dies nahe zu bringen. Doch vergeblich. “Beckstein meint, man soll die Menschen verwalten, ich meine, man muss schauen, dass sie glücklich sind.”
Das finde ich großartig! Endlich mal ein Politiker - nein, eine Politikerin! - die verstanden hat, was das Ziel politischen Handelns ist. Vielleicht hat Gabriele Pauli ja das Buch von Richard Layard, “Die glückliche Gesellschaft” gelesen. Ich habe mich schon lange gefragt, welche Partei in Deutschland dieses Thema als erste besetzt. Dass es jetzt eine Freie Wähler-Gemeinschaft ist, überrascht mich schon. Mal sehen, wann die anderen Parteien nachziehen.
Jetzt freue ich mich auf spannende Diskussionen.


Da wird einem die Pauli ja schon richtig sympathisch. Vielleicht sollten wir uns Amerika zum Vorbild nehmen, wo die Suche nach Glück (Pursuit of happiness) ein verbrieftes Grundrecht ist. Aber wenn Fraktionen schon nur noch verwaltet werden (Kauder, Struck), statt Denkanstöße zu geben, habe ich Zweifel, dass die etablierten Parteien nachziehen (können).