Die Schwarzwaldgemeinde Schömberg hat es richtig gemacht. Sie hat das Glück in den Mittelpunkt gestellt und sich zur Glücksgemeinde erklärt. Darauf ist auch das Stadt- und Tourismusmarketing ausgerichtet: “Zum Glück nach Schömberg” heißt das Motto.
Als ich vor vielen Jahren begann, mich mit der Glücksforschung zu beschäftigen, kam recht bald eine Idee: es müsse möglich sein, die Erkenntnisse der Glücksforschung in einem Online-Training zu vermitteln. So ist mein Portal www.gluecksnetz.de entstanden. Auch der Name “Glücksnetz” drückte schon aus, dass es eine Vernetzung geben sollte. Das war wohlgemerkt ein paar Jahre vor Twitter und Facebook.
Jetzt hat mein Glücksexperten-Kollege Dr. Eckart von Hirschhausen die Idee weiterentwickelt. Sein Buch “Glück kommt selten alleine” war und ist ein gigantischer Erfolg! Gerade ist die Taschenbuch-Ausgabe erschienen. Aus diesem Anlass startet jetzt ein kostenloses Glückstraining im Internet.
Im 7-Wochen-Onlinetraining stellt Eckart die wirksamsten Übungen aus der Positiven Psychologie vor: Praktisch zum Kennenlernen und Ausprobieren, in kleinen Videoclips und kurzen Anleitungen. Man braucht dazu nicht erst das Buch lesen, alles erklärt sich von selbst und ist vor allem interaktiv.
In einem eigenen Bereich kann man seine im Glückstraining gemachten Erfahrungen schriftlich oder auch fotografisch sammeln und sich im dazugehörigen Glücksnetzwerk mit anderen Menschen vernetzen und austauschen. Der Startschuss zum Glückstraining fällt am 16. Mai 2011.
Ich habe mich auch angemeldet und bin schon ganz gespannt, wie Eckart mit seinem Team die Sache umgesetzt hat. Ich wünsche ihm und allen Teilnehmern auf jeden Fall einen großen Erfolg!
Die amerikanische Schriftstellerin Hellen Keller war seit dem zweiten Lebensjahr blind und taub. Trotz dieser enormen Behinderung schaffte sie es, mehrere Fremdsprachen zu erlernen und sogar einen Universitätsabschluss mit cum laude zu bestehen. Sie schrieb mehrere Bücher. Über das Glück hat sie einmal geschrieben:
Wenn eine Tür des Glücks sich schließt, öffnet sich eine andere: aber oft schauen wir so lange auf die geschlossene Tür, dass wir nicht die sehen, welche sich für uns geöffnet hat.
Höher. Schneller. Weiter. Das Motto gilt nicht nur für Olympia, sondern dringt seit vielen Jahren immer stärker in jeden Betrieb, jedes Büro - schlimmer noch: in jeden Kopf. Berge von Literatur, eine Schwemme von Ratgebern und eine endlose Liste von Blog-Artikeln, Tweeds und Facebook-Tipps halten uns dazu an, in kürzerer Zeit noch mehr zu schaffen. Immer produktiver und effizienter zu werden.
Da tut es gerade gut, wenn einer einmal inne hält und sich darauf besinnt, dass es noch etwas anderes gibt: Muße. Dieser eine ist der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsredakteur Ulrich Schnabel, von dem gerade das Buch “Muße: Vom Glück des Nichtstuns” (Amazon Link) erschienen ist.
Jeden Samstag und jeden Mittwoch spielen Millionen Menschen Lotto, um das große Los zu ziehen. Von dem erhofften Gewinn erträumen sie sich ein sorgenfreies und glückliches Leben.
Gestern Abend gab es in der von mir sehr geschätzten Sendereihe “scobel” auf 3sat die Sendung “Wege zum Glück“. Leider konnte ich die Sendung nicht direkt sehen. Aber dank der Mediathek habe ich die Sendung doch noch sehen können. Bitte ansehen!
Wer mein Buch gelesen hat - vor allem das Interview mit Prof. Tobias Esch - der/die weiß, dass Glücksempfinden in unserem Gehirn stattfindet. Glück ist also keine Laune der Natur, sondern ein Belohnungssystem, welches uns für sinnvolles und richtiges Handeln belohnt.
Das alles ist bekannt geworden durch die Hirnforschung. Die Fortschritte auf diesem Gebiet sind enorm. Wir sind auf dem Wege, uns als Menschen ganz neu zu entdecken. Vieles, was wir auf anderen Gebieten diffus erfahren haben, stellt sich plötzlich verständlich oder in einem ganz anderen Licht dar.
Wer auf diesem Gebiet einiges erfahren möchte, hat heutzutage eine ganz einfache Möglichkeit: Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist einer der führenden deutschen Wissenschaftler auf dem Gebiet der Hirnforschung. Seit einiger Zeit gestaltet er für BR alpha die Sendereihe “Geist & Gehirn“. Die bisherigen Folgen sind alle online abzurufen.
Die gute Nachricht: Die Filme dauern jeweils nur ca. 15 Minuten. Die schlechte Nachricht: Es gibt mittlerweile fast 150 Folgen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Wer versteht, wie sein Gehirn funktioniert, kann eine Menge Positives für sich tun.